Am Montag ist der Prozess um die Besetzung der Finanzamtsleitung in Braunau in Oberösterreich gegen August Wöginger und zwei Finanzbeamte zu Ende gegangen. Alle drei Angeklagten wurden erstinstanzlich wegen parteipolitisch motivierter Postenbesetzung schuldig gesprochen. Die beiden Finanzbeamten, die in der Besetzungskommission für die Position gesessen sind, wurden wegen Amtsmissbrauchs und falscher Beweisaussage nicht rechtskräftig verurteilt, August Wöginger - ebenfalls nicht rechtskräftig - wegen Amtsmissbrauchs als Bestimmungstäter. Alle drei haben Berufung gegen das Urteil eingelegt. Der ÖVP-Politiker August Wöginger beteuert weiterhin seine Unschuld, das Amt des Klubobmanns seiner Partei hat er trotzdem zurückgelegt. Susanne Däubel informiert. -Wögingers Nachfolger Der Nachfolger von August Wöginger wurde noch am Tag des Rücktritts erkoren. Es ist der 54-jährige Steirer Ernst Gödl. Er ist österreichweit eher unbekannt, das wird sich nun ändern. Er hat Erfahrungen auf vielen politischen Bühnen gesammelt, er war der jüngste Bürgermeister Österreichs, er war Landtagsabgeordneter, Bundesrat und ist seit 2017 Abgeordneter zum Nationalrat. Claus Bruckmann hat sich als Archivar betätigt und die bisherigen Stationen des nunmehr wichtigsten Parlamentariers der ÖVP für uns angesehen. -Gast im Studio ist die Kommunikationsberaterin Heidi Glück -Untersuchungsausschuss backstage Ein Untersuchungsausschuss ist ein parlamentarisches Kontrollinstrument des Nationalrats, das bestimmte abgeschlossene Vorgänge der Bundesregierung untersucht. Aber was passiert, bevor diese Arbeit beginnt? Wer bestimmt den Ablauf, die Fragen, die Strategien? Rebekka Salzer hat recherchiert und bietet uns einen Blick hinter die Kulissen eines Systems, das Transparenz verspricht, aber nicht alles zeigt.