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Safranbolu - Eine Zeitreise zur anatolischen Seidenstraße

Kultur, Kunst + Kultur • 18.04.2026 • 02:45 - 03:00
Safranbolu - Stadttotale.
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Die ehemalige Karawanserei Cinci Han;  fast alle Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Zentralanatolien führten durch Safranbolu.
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Safranbolu - Hauswand mit Fenster und Kind.
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Safranbolu - Gasse der Metallhandwerker.
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Originaltitel
Schätze der Welt: Erbe der Menschheit
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2010
Kultur, Kunst + Kultur
Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Seine Bewohner - Türken, Griechen und Juden - waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Dadurch wurde ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert. Seit 1994 wird die urbane Kleinstadt als Weltkulturerbe geschützt. Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Metropole Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als "Hintergarten des Topkapi-Serail", des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner - Türken, Griechen und Juden - waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturms im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung.