Dauerstress und chronischer Schlafmangel sind in unserer Leistungsgesellschaft längst zu einer stillen Epidemie geworden: Immer mehr Menschen leiden unter den massiven körperlichen und psychischen Folgen von ständiger Belastung, Burnout und schlaflosen Nächten. Doch wie gelingt der Ausstieg aus dem Hamsterrad, wenn ständige Erreichbarkeit, Zukunftsängste und Arbeitsdruck den Rhythmus bestimmen? In "Stöckl live" beleuchtet Barbara Stöckl die Ursachen von Stress und Schlafstörungen - von körperlichen Zusammenbrüchen über Suchtmittel als Flucht vor dem Alltagsdruck und stressbedingten Libidoverlust, bis hin zu den Chancen einer digitalen Auszeit zur Entlastung. Zu Wort kommen Betroffene mit ihren persönlichen Geschichten sowie hochkarätige ExpertInnen aus Stress- und Schlafforschung. Vor und während der Sendung haben die ZuseherInnen die Möglichkeit, ihre Fragen, Meinungen und Erfahrungen zu teilen. Folgende Themen werden in der Sendung behandelt: Stress und Burn-out: Erschöpfungsdepressionen können jede:n treffen – das zeigen die Geschichten von Petra Bauer und Thomas Kerschhaggl. Die Wiener Schuldirektorin Petra Bauer brach nach Jahren der dauerhaften Überforderung zusammen. Der Salzburger Landwirt Thomas Kerschhaggl erkrankte durch Existenzängste, Preisdruck und den eigenen Perfektionismus an Burn-out. Expertinnen und Experten erklären, wo die Grenze zwischen gewöhnlichem Alltagsstress und ernsten Erkrankungen liegt, welche Rolle genetische Veranlagung sowie Zukunftsängste spielen und warum vor allem Frauen unter der ständigen mentalen To-do-Liste ("Mental Load") leiden. Digital Detox und ständige Erreichbarkeit: Mit dem Smartphone tragen wir den Arbeitsplatz und die ganze Welt rund um die Uhr in der Hosentasche. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt zunehmend. Die ehemalige Influencerin Anna-Sophie Standl erlitt mit 30 Jahren einen Schlaganfall und zog radikale Konsequenzen. Im Studio berichtet sie über Smartphone-Sucht, das Phänomen "Doomscrolling" und ihren Weg zurück zu digitaler Balance. Zudem wird diskutiert, ob gesetzliche Social-Media-Verbote für Jugendliche sinnvoll sind. Sucht als Ausweg aus der Überforderung: Ob Alkohol, Medikamente oder soziale Medien – Stress ist einer der stärksten Auslöser für Suchtverhalten. Was kurzfristig Entlastung verspricht, führt oft in eine gefährliche Abhängigkeit. Der Autor Daniel Wagner erzählt seine persönliche Geschichte und berichtet, wie er anfänglich Alkohol als Mittel einsetzte, um mit enormem Druck und unangenehmen Gefühlen umzugehen, und wie daraus eine Sucht entstand. Im Gespräch mit Betroffenen und Fachleuten wird beleuchtet, was bei Stress im Gehirn passiert und warum eine nachhaltige Suchttherapie immer auch beim gesunden Umgang mit Belastungen ansetzen muss. Stress und Sexualität: Wenn der Kopf dauerhaft unter Druck steht, schwindet oft die Lust. Laut aktuellen Untersuchungen nimmt das Sexualleben vor allem bei jüngeren Generationen stark ab. Sexualexpertin Gerti Senger erklärt die neurologischen und psychologischen Ursachen von Libidoverlust, vergleicht geschlechtsspezifische Reaktionen und geht der Frage nach, ab wann Intimität selbst zum zusätzlichen Druckfaktor in einer Partnerschaft wird. Der Vagusnerv – Wundernerv oder Hype?: Der sogenannte Vagusnerv gilt derzeit als die Geheimwaffe gegen Stress. Doch was kann die gezielte Stimulation des "Entspannungsnervs" tatsächlich und was ist wissenschaftlich belegt? Betroffene erzählen von ihren Erfahrungen und Mediziner beleuchten, ob der Trend tatsächlich hält, was er verspricht, oder ob damit Ursachen von Überlastung nur überspielt werden. Gedankenkarussell und Schlafstörungen: Nur rund 30 Prozent der Menschen in Österreich schlafen noch wirklich gut. Dauerhafter Schlafmangel belässt es nicht bei Müdigkeit, sondern begünstigt schwere körperliche und psychische Folgeerkrankungen wie Depressionen. Barbara Stöckl macht den Selbsttest und zeigt, was im Schlaflabor analysiert wird. Fachleute erklären, wie die innere Organuhr funktioniert, welche Schlafmythen wissenschaftlich haltbar sind und was man tun sollte, wenn man um 3 Uhr morgens wach im Bett liegt.