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Tanganjika - Das Meer im Herzen Afrikas

Natur + Reisen, Natur + Umwelt • 15.04.2026 • 17:50 - 18:35
Kurz vor Sonnenaufgang auf dem Tanganjikasee: Tagtäglich sind die Fischer mit ihren Booten auf dem See und versuchen, genug Fisch für ihre Familien zu fangen.
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Protagonist Anthony Collins am Schreibtisch von Jane Goodall: Der Primatenforscher lebt in ihrem Haus am See im Gombe-Stream-Nationalpark und forscht an den Anubispavianen.
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Eine Elefantenherde kommt zum Trinken an den Tanganjikasee. Die Buchten des Sees sind ein Paradies für die Dickhäuter. Wo sonst können sie täglich und mühelos 200 Liter sauberes Wasser trinken?
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670 Kilometer misst der Tanganjika in der Länge, etwa 70 Kilometer in der Breite und verbindet vier Länder: Burundi, Tansania, Sambia und die Demokratische Republik Kongo.
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Produktionsland
A, D
Produktionsdatum
2020
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
In 15 Millionen Jahren ist der Tanganjikasee niemals ausgetrocknet. So hat sich in diesem fast 1.500 Meter tiefen Süßwasser ein einzigartiges Ökosystem entwickelt. Geheimnisvolle Buntbarsche locken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an den See. Historische Spuren aus der Kolonialzeit sind am Tanganjikasee keine Seltenheit. An seinem größten Hafen steht eines der letzten deutschen Kriegsschiffe: die "Liemba". Das riesige Dampfschiff nahm an Seegefechten gegen Belgier und Briten teil - und wurde später zum wichtigsten Passagierschiff des Sees. Doch die Motoren der "Liemba" haben ihr Leben ausgehaucht. Die Bewohnerinnen und Bewohner rund um den See zimmern daher Hunderte großer Holzboote zusammen, um die wichtigen Transportfahrten der "Liemba" zu ersetzen. Burundi, Tansania, Sambia, der Kongo und Hunderte Seedörfer werden über den Tanganjikasee mit Waren versorgt. Die Reise führt auch zu den letzten Elefanten des Tanganjikasees und den Stränden des Gombe-Stream-Nationalparks. Hier steht die Forschungsstation der legendären, inzwischen verstorbenen, Primatologin Jane Goodall. Während sie die Welt für Vorträge bereiste, hielt ihr langjähriger Kollege Anthony Collins in ihrem Haus die Stellung. Doch den Briten interessierten nicht die Schimpansen, sondern die Anubispaviane. Am tropischen Seeufer des Tanganjikasees führen diese ein paradiesisches Dasein.