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Tech-Bros im Paradies - Die erste Privatstadt der Welt: Próspera

Info, Wirtschaft + Konsum • 04.03.2026 • 02:20 - 02:50
In seinem Co-Working-Space in der Privatstadt Próspera präsentiert der bayerische Start-up-Gründer Niklas Anzinger ein großformatiges Wandbild, das eine futuristische Vision von Stadtentwicklung zeigt.
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Reporter Lukas Wiehler vom Y-Kollektiv betrachtet eine Werbeanzeige für die Privatstadt Próspera, die unter dem Motto „Where Innovation Meets Paradise“ um Bewohner wirbt.
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Blick über die ersten Gebäude der Privatstadt Próspera auf der Insel Roatán. Bisher sind es nur vereinzelte Gebäude, langfristig sollten hier jedoch 150.000 Einwohner zuziehen.
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Niklas Anzinger (links) erklärt dem Y-Kollektiv-Reporter Lukas Wiehler (rechts), wie die Privatstadt Próspera funktionieren soll.
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Originaltitel
Tech-Bros im Paradies - Die erste Privatstadt der Welt: Próspera
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Wirtschaft + Konsum
Kaum Steuern, kaum Regeln und ein privates Unternehmen als "Regierung": Próspera - das ist die erste Privatstadt der Welt. Auf der abgeschiedenen Karibikinsel Roatán, die zu Honduras gehört, ist das libertäre Experiment nahezu grenzenloser unternehmerischer Freiheit Wirklichkeit geworden. In Próspera darf man, was sonst illegal oder undenkbar wäre: an kontroversen Gentherapien forschen oder Steuern mit Bitcoin begleichen. Seit Jahren versucht die Regierung von Honduras die Privatstadt zu verbieten und die Verträge mit den Investoren zu lösen, bisher vergebens. Für das Y-Kollektiv reist Reporter Lukas Wiehler in diese erste Free City und trifft auf ihre selbsternannten "Pioniere". Sie sprechen von Innovation, Fortschritt und unermesslichem Wohlstand und davon, den "lähmenden" Staat hinter sich zu lassen. Sie haben eine radikale Vision einer digitalen Gesellschaft, die auch die Tech-Elite im Silicon Valley begeistert und verachten den demokratischen Staat. Zu den Investoren gehören unter anderem PayPal-Gründer Peter Thiel und Sam Altman, der Chef von ChatGPT. Doch kann das funktionieren? Und wenn ja: für wen - und für wen nicht? Ist Próspera ein aufgeblasener Marketing-Bluff oder die Stadt der Zukunft? Wer kommt hierher und warum? Schnell wird klar: In Próspera ist vieles anders als erwartet - und doch genauso radikal, wie man es sich vorstellt.