* Ukraine: Selenskyjs neue Freunde im Südkaukasus Ende April trifft der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Aserbaidschan Machthaber Ilham Aliyev. Dann reist er Anfang Mai nach Armenien zu Premierminister Nikol Paschinjan. Armenien und Aserbaidschan - zwei Staaten, die Russlands Machthaber Wladimir Putin als Teil seines Einflussbereichs sieht. Doch diese Reisen sind mehr als nur Provokation oder Symbolpolitik, meint der Europaabgeordnete Sergey Lagodinsky. Während Selenskyj in Aserbaidschan die Spannungen im Verhältnis zwischen Moskau und Baku nutzt, strebt Armenien - wie auch die Ukraine - in die EU. Könnte Aserbaidschan bei möglichen Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine vermitteln? Und welche Chance könnte die politische Verbindung zwischen Kiew und dem Südkaukasus für die EU eröffnen? Eine Weltspiegel-Analyse. * Kasachstan: EU-Embargos gegen Russland umgangen 20 Sanktionspakte gegen Russland hat die EU in den vergangenen Jahren beschlossen, doch noch immer gelangen auch deutsche High-Tech-Teile dorthin und landen in russischen Waffen. Und mit denen greift Putins Armee die Ukraine weiterhin an. Vor allem in den in Lizenz produzierten Drohnen "Geran-2" finden sich zahlreiche Bauteile, die von den Sanktionen betroffen sind. "Dieses russische Waffensystem besteht zu mehr als 80% Prozent aus Komponenten andere Länder, vor allem aus den USA, aus Taiwan, aus Deutschland", erklärt ein ukrainischer Geheimdienst-Mitarbeiter. Die Bauteile werden über Kasachstan nach Russland gebracht, das zeigen Recherchen von ARD-Reportern. Der Weltspiegel begibt sich auf Spurensuche nach den Sanktionsbrechern, die mit ihren illegalen Geschäften dazu beitragen, den Krieg am Laufen zu halten. * Venezuela: Ausländische Gefangene als Faustpfand Hector Martinez hat Schreckliches erlebt, in einem venezolanischen Gefängnis. Über Monate wissen seine Verwandten nicht, ob er lebt und wo er sich befindet. Sicherheitskräfte des Maduro-Regimes hatten ihn im Grenzgebiet zu Kolumbien gekidnappt und dann in das berüchtigte Foltergefängnis "Rodeo Uno" in Caracas gebracht. Ohne Grund, ohne Anklage, ohne, dass er juristische Unterstützung bekam. ARD-Recherchen zeigen jetzt, dass die Regierung Maduro offenbar gezielt Ausländer festgenommen hat und ohne Anlass festhielt. "Die Ausländer wurden wie Mastvieh behandelt: man sperrt sie ein und sucht im Laufe der Zeit nach dem Nutzen… Irgendwann findet man schon etwas, wogegen man sie eintauschen kann", erklärt Alfredo Romero von der Menschenrechtsorganisation "Foro Penal". Vor allem seit der erkennbar gefälschten Präsidentenwahl 2024 sucht das Regime um Nicolas Maduro offenbar nach menschlicher Verhandlungsmasse, um z.B. Erleichterungen bei Sanktionen und wirtschaftliche Unterstützung zu bekommen. * USA: Tourismuskrise in Florida? Sorgt die ausländerfeindliche Politik von Donald Trump für spürbare Verluste in der Tourismusindustrie Floridas? Viele Anbieter klagen über weniger Reisende, vor allem aus Europa und Kanada. Zum ersten Mal seit mehr als 10 Jahren habe es einen Rückgang gegeben, erklärt ein deutsch-stämmiger Ferienhaus-Vermieter: "Bei uns war der Tourismus, die Buchungen wirklich unten, ganz schlimm". Selbst in der Pandemie habe er so etwas nicht erlebt. Die Tourismus-Behörde räumt ein, dass im vergangenen Jahr sechs Prozent weniger Urlauber aus dem Ausland nach Florida gekommen seien. US-Urlauber aber suchen weiter die Sonne zwischen Daytona und Miami. Doch die Veranstalter vermissen die Urlauber, vor allem die aus Übersee: "Sie bleiben länger, ein, zwei, drei, vier Wochen, manchmal sogar zwei Monate", erläutert die Sprecherin der Tourismus-Behörde. Der Weltspiegel begibt sich auf Spurensuche im Sonnenstaat, um zu klären, wie sich die aggressive Politik des US-Präsidenten auf den Tourismus auswirkt. * Eritrea: Deutsche Kühe als Entwicklungshelfer 120 Kühe nennt Milchbauer Abraham Michael Tseggai sein Eigen. Damit betreibt er den größten privaten Milchbetrieb im bitterarmen